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MOHAMED BOUROUISSA POUR NOUBIA, 2026
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MOHAMED BOUROUISSA POUR NOUBIA, 2026

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MOHAMED BOUROUISSA POUR NOUBIA, 2026

Mohamed Bourouissas Pour Noubia erweitert eine intime Familiengeschichte zu einer umfassenderen Reflexion über Erinnerung, Migration und die postkoloniale Verfasstheit der Gegenwart.

Das Projekt spannt einen weiten geografischen wie geopolitischen Bogen entlang biografisch bedeutender Orte des Künstlers: von der letzten Wohnung seiner Tante Noubia in Osnabrück über die Pariser Banlieues, in denen Bourouissa heute lebt, bis nach Blida in Algerien, der Herkunftsstadt seiner Familie.

In der Form eines Fotoalbums lässt das Buch diese vielschichtige Geschichte lebendig werden. Es vereint grösstenteils unveröffentlichte Fotografien mit eigens in Auftrag gegebenen Texten, die sowohl Noubias Leben als auch Bourouissas künstlerische Praxis in grössere historische und gesellschaftliche Zusammenhänge einordnen.

Ausgangspunkt des Projekts sind die Fotoalben von Bourouissas Tante Noubia Meyer. Ihre Fotografien und Tonaufnahmen, die vor ihrem Tod im Jahr 2022 gesammelt wurden, bilden den Kern dieser sehr persönlichen Werkgruppe. Als Oriane Durand Bourouissa 2025 im Auftrag von Marta Herford einlud, eine grosse Einzelausstellung zu realisieren, wurde es für ihn zu einem wichtigen Schritt, die Geschichte seiner Tante in diesen Kontext einzubringen – auch weil Osnabrück in unmittelbarer Nähe zu Herford liegt. In einer zweiten Ausarbeitung, die im Juni 2026 im Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich gezeigt wurde, entfaltet sich das Projekt weiter zu einer übergreifenden Auseinandersetzung mit Erinnerung, Migration und der postkolonialen Bedingung.

Mohamed Bourouissa wurde 1978 in Blida, Algerien, geboren und lebt und arbeitet in Paris. Er studierte Fotografie an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs (ENSAD). 2007 erhielt er für seine Serie Périphériques den Voies Off Prize in Arles. Seither war seine Arbeit in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Frankreich und international zu sehen, unter anderem im Centre Pompidou, im Musée d’Art Moderne de Paris, im Palais de Tokyo, im Palazzo Grassi – François Pinault Foundation in Venedig, im AGO Toronto, in der Saatchi Gallery in London, im MAXXI in Rom, im New Museum in New York, im Philadelphia Museum of Art, im KW Institute for Contemporary Art in Berlin, bei der Berlin Biennale sowie auf der 54. Biennale von Venedig.

Publikationsangaben:
Texte von Yasmin Naderi Afschar, Oriane Durand, Kathleen Rahn und Marie Robin
2026
Viersprachige Ausgabe (Deutsch / Englisch / Arabisch / Französisch)
14,8 × 20 cm, Hardcover
160 Seiten, illustriert
ISBN 978-88-8674-747-8

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